ReVIVAl
Es ist nicht allzu lange her. Wenn ich Finger und Zehen
zusammenzähle komme ich mit den Monaten
schon ganz gut hin. In die Zeit, die gerade ganz schön weit weg scheint.
Letztes Jahr im Sommer ist selten ein Tag vergangen, an dem ich mein Kopfweh
vom Vortag nicht mit einem köstlichen Aperol-Spritzer weggeschwemmt habe – und
am nächsten Tag davon ein bissl Kopfweh hatte und das dann mit einem köstlichen
Aper…ihr wisst schon.
Es war die Zeit in der ich manches Mal – sagen wir gegen Mittag - aufgewacht bin und meinen Körper nach Stempeln und Telefonnummern abgesucht habe, um die letzte Nacht rekonstruieren zu können. Reden wir uns nichts schön: Ein paar Szenen, Bekanntschaften und Lokalbesuche konnten mir nur anhand von Fotos auf Katis i-Phone in Erinnerung gerufen werden. Wenn mich jemand gefragt hat, was ich von Beziehungen halte, war meine Antwort jedes Mal mit Bedacht: „ABSTAND“.
Im Sommer 2011 haben wir alles – wirklich fast alles – getan, was man wohl
einmal tun muss, um von „den guten alten Zeiten“ reden zu können. Kurz gesagt: Es is um goa nix gonga.
Ich war mit Karina auf Bali, im Burgenland und in den Gastgärten dieser Stadt. Ich hab mit meinem Mitbewohner viel zu oft viel zu fettes Essen bestellt und mich manchmal selbst überrascht, wie viel chinesische Ente, Eis und Chips man durcheinander essen kann, ohne nicht mehr aufstehen zu können. Was für eine bunte, schöne und aufregende Zeit…
Jetzt ist der Sommer 2012 schon fast vorbei. Und irgendwie war nichts weniger aufregend. Wir waren diesmal in Amerika, in Griechenland und wieder in den Gastgärten dieser Stadt.
Aber, wir san jo ehrlich:
Ein paar kleine Veränderungen gab´s schon: Ich weiß jeden Tag in der Früh ganz genau wo ich bin und war. Ich weiß sehr wohl, wen ich am Vortag kennen gelernt habe und dass die Stempel auf meiner Hand entweder von den Kindern meines Arbeitskollegen oder von einem harmlosen nachmittäglichen Festchen sind. Katis i-Phone dient wieder dem Zweck, dass ich sie darauf anrufen kann und was ich von Beziehungen halte, fragt mich jetzt auch keiner mehr...
Die vielen Abenteuer mit den Mädels - auch mit denen daheim - sind ein bisschen weniger - und die durchzechten Nächte verschwindend selten geworden.
Ah - und "Kopfweh" hab ich jetzt nur noch als Vorwand.
Meine Freitag – und Samstagabende (und wir wissen, wie viele Getränkeaktionen es da meistens gibt!) verbringe ich FREIWILLIG daheim. Meistens ungeschminkt, Schafwollsocken- und Brillentragend.
Eigentlich sollte ich jetzt irgendwann mal Panik bekommen. Komplett hysterisch werden, weil ich ja in der Blüte meiner Jahre bin. An mir hängt noch nichts rum - aber ich tus. Ständig. Und mit Genuss. Ich sollte panisch werden. Tu ich aber nicht. Gar nicht. Ich bin sogar – für die Tatsache, dass ich langsam richtig fad werde- ziemlich ruhig. Friedliebend backe ich an freien Nachmittagen Kuchen und putze die Wohnung, um am Abend pünktlich das selbst gekochte Essen servieren zu können.
Es war die Zeit in der ich manches Mal – sagen wir gegen Mittag - aufgewacht bin und meinen Körper nach Stempeln und Telefonnummern abgesucht habe, um die letzte Nacht rekonstruieren zu können. Reden wir uns nichts schön: Ein paar Szenen, Bekanntschaften und Lokalbesuche konnten mir nur anhand von Fotos auf Katis i-Phone in Erinnerung gerufen werden. Wenn mich jemand gefragt hat, was ich von Beziehungen halte, war meine Antwort jedes Mal mit Bedacht: „ABSTAND“.
Im Sommer 2011 haben wir alles – wirklich fast alles – getan, was man wohl
einmal tun muss, um von „den guten alten Zeiten“ reden zu können. Kurz gesagt: Es is um goa nix gonga.Ich war mit Karina auf Bali, im Burgenland und in den Gastgärten dieser Stadt. Ich hab mit meinem Mitbewohner viel zu oft viel zu fettes Essen bestellt und mich manchmal selbst überrascht, wie viel chinesische Ente, Eis und Chips man durcheinander essen kann, ohne nicht mehr aufstehen zu können. Was für eine bunte, schöne und aufregende Zeit…
Jetzt ist der Sommer 2012 schon fast vorbei. Und irgendwie war nichts weniger aufregend. Wir waren diesmal in Amerika, in Griechenland und wieder in den Gastgärten dieser Stadt.
Aber, wir san jo ehrlich:
Ein paar kleine Veränderungen gab´s schon: Ich weiß jeden Tag in der Früh ganz genau wo ich bin und war. Ich weiß sehr wohl, wen ich am Vortag kennen gelernt habe und dass die Stempel auf meiner Hand entweder von den Kindern meines Arbeitskollegen oder von einem harmlosen nachmittäglichen Festchen sind. Katis i-Phone dient wieder dem Zweck, dass ich sie darauf anrufen kann und was ich von Beziehungen halte, fragt mich jetzt auch keiner mehr...
Die vielen Abenteuer mit den Mädels - auch mit denen daheim - sind ein bisschen weniger - und die durchzechten Nächte verschwindend selten geworden.
Ah - und "Kopfweh" hab ich jetzt nur noch als Vorwand.
Meine Freitag – und Samstagabende (und wir wissen, wie viele Getränkeaktionen es da meistens gibt!) verbringe ich FREIWILLIG daheim. Meistens ungeschminkt, Schafwollsocken- und Brillentragend.
Eigentlich sollte ich jetzt irgendwann mal Panik bekommen. Komplett hysterisch werden, weil ich ja in der Blüte meiner Jahre bin. An mir hängt noch nichts rum - aber ich tus. Ständig. Und mit Genuss. Ich sollte panisch werden. Tu ich aber nicht. Gar nicht. Ich bin sogar – für die Tatsache, dass ich langsam richtig fad werde- ziemlich ruhig. Friedliebend backe ich an freien Nachmittagen Kuchen und putze die Wohnung, um am Abend pünktlich das selbst gekochte Essen servieren zu können.
Vielleicht ist es eine Phase, vielleicht werde ich wirklich
ALT, oder vielleicht steh ich einfach noch zu
sehr auf den Grund der mich daheim bleiben lässt.
Um aber einem Super-GAU präventiv zu entgehen, wird es morgen, Freitag, ein Revival geben – in Bars wos Stempel und viel zu billigen Alkohol in gefährlichen Mengen gibt. Ein Ausflug in die wilde Zeit, mit wilder Begleitung und ungewissem Ausgang.
Wo genau wir hingehen oder was wir zuerst betrinken und besprechen wissen wir noch nicht - aber eines kann ich versprechen: Diesmal trage ich dem Anlass entsprechend hohe Schuhe, mein teures Parfum und Make-up anstatt von Schafwollsocken, Creme gegen unreine Haut und Spar-Einkaufstaschen!
Um aber einem Super-GAU präventiv zu entgehen, wird es morgen, Freitag, ein Revival geben – in Bars wos Stempel und viel zu billigen Alkohol in gefährlichen Mengen gibt. Ein Ausflug in die wilde Zeit, mit wilder Begleitung und ungewissem Ausgang.
Wo genau wir hingehen oder was wir zuerst betrinken und besprechen wissen wir noch nicht - aber eines kann ich versprechen: Diesmal trage ich dem Anlass entsprechend hohe Schuhe, mein teures Parfum und Make-up anstatt von Schafwollsocken, Creme gegen unreine Haut und Spar-Einkaufstaschen!


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