Was ich glaube...
Morgen tritt also der Papst zurück. Die katholische
Kirche... Was für ein Reizthema.
Ich bin mir sicher, es ist wichtig, an etwas zu glauben. An etwas Übersinnliches. Daran, dass es so was wie Schicksal gibt und es nach dem Leben hier weiter geht. An eine höhere Macht. Soll man sie halt „Gott“ nennen...
Ich bin mir sicher, es ist wichtig, an etwas zu glauben. An etwas Übersinnliches. Daran, dass es so was wie Schicksal gibt und es nach dem Leben hier weiter geht. An eine höhere Macht. Soll man sie halt „Gott“ nennen...
Wir könnten das Leben zu oft nicht begreifen, würden wir an
nichts glauben und Menschen müssten an ihrer Unsicherheit und dem Gefühl allein
zu sein zerbrechen.
Es ist wichtig, nicht an nix zu glauben.
Es ist wichtig, nicht an nix zu glauben.
Jetzt tritt morgen das „Oberhaupt“ der christlich-katholischen Kirche in Rom zurück. Millionen Menschen sind die vergangenen Tage Richtung Italien gepilgert um seine letzten Reden zu hören. 1, 196 Milliarden Mitglieder. Ich frage mich an Tagen wie diesen, was den Hype um diese unantastbare Kirche noch ausmacht.
Was berechtigt z.B. einen Menschen, sich geistlich über mich zu
stellen? Mich zu segnen. Hat „Gott“ ihm das erlaubt?
Warum soll ich für diesen Mann beten? Wieso nicht für alle
unbekannten Nicht-Christen?
Warum müssen wir uns immer noch die Geschichte, von Adam und
Eva anhören, die man weder begreifen, noch fassen kann?
Warum sind alle nicht-Katholiken "auf dem falschen Weg"?
Wieso müssen Männer im 21. Jahrhundert noch mit gold
bestickten Roben herum schreiten um als 100%-Gläubige vor uns treten zu
können?
Wie glaubwürdig kann jemand sein, der von der großen Liebe
spricht und diese praktisch nicht empfinden darf?
Geldwäsche, Vatikan-Mafia und viele Millionen Euro, die
jährlich in die vier päpstlichen Missionswerke fließen, sind weitere dringend
zu bedenkende Aspekte in dieser Fragerunde.
In den kleinen Kirchen werden Körbchen rumgereicht und Gottesdienste müssen brav bezahlt werden. Wo das große Geld des Vatikans hin fließt,
traut man sich nicht zu fragen. Kritisch sein ist bei gläubigen Kirchenanhängern unangebracht.
Und hierbei sind wir beim Knackpunkt angelangt. So funktioniert
dieser Verein nämlich. Ihr größtes und mächtigstes Werkzeug ist seit jeher die
Angst der Menschen.
Der „liebe Gott“ könnte sehen, dass man ungläubig ist und
das bringt einen in die Hölle. Unfassbar welchen Schwachsinn wir noch bereit
sind zu glauben.
Die Angst (und bestimmt auch Unwissenheit) der Menschen, hat
die Kirche so reich und groß gemacht. Ein paar Münzen, damit man nicht im
Fegefeuer landet, die Kirchensteuer, das Kreuz im Wohnzimmer. Gott sieht alles.
Aber sind wir uns einmal ehrlich: Hätte „Gott“... oder anders:
Würde es etwas Schönes, Liebevolles, Übermächtiges wollen, dass das alles
passiert? Dass diese weltfremde Sekte uns Angst mit dem Teufel macht? Würde das
schöne Helle (an das wir alle irgendwie glauben) wollen, dass unsere Kinder da
auch noch mit reingezogen werden? Dass wir an eine Geschichte glauben, die so
vielleicht nie passiert ist? Bestimmt nicht.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde, man soll an dieses
Schöne glauben. Daran, dass Nächstenliebe wichtig ist. Daran, dass man Gutes
tun soll, damit Gutes zurück kommt. Daran, dass wir dankbar sein sollten. Ich habe
nichts gegen den christlichen Glauben! Nur eben gegen diese wahnsinnige
Institution der katholischen Kirche.
Man sollte „Gott“ lieber „Liebe“ nennen, damit man es
begreifen kann und sämtliche Oberhäupter keine Chance mehr haben damit Angst zu
schüren. Nachplappern und Schwachsinn weitergeben sollte noch viel mehr hinterfragt werden.
Statt einstudierten, lächerlichen Hirnwäsche-Gebeten,
sollten wir ein bissl mehr glauben. Daran, dass man den Sinn des Lebens
irgendwann versteht. Daran, dass es wirklich einen Ort geben kann, an dem
wir uns alle wieder sehen. Und daran, dass irgendwann immer alles gut wird.



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