"Wir können ja Freunde bleiben..."
Ich tu mir mit Trennungen schwer.
Im Allgemeinen (also z.B. vom Schilling) und im Speziellen (von z.B. alten Zeitschriften).
Ich trenne mich nicht gerne von einem Semester, weil ich Angst habe, dass das nächste viel schwerer und nicht schaff bar wird.
Ich mag die Trennung von altem Gewand nicht. Ich könnte es ja noch einmal anziehen wollen. Im Fasching. Oder so. Ich mag es nicht, mich von Freunden zu trennen obwohl ich aber eh genau weiß, dass sie irgendwann schleichend nur noch zu mittelguten Bekannten geworden sind.
Ich trenne mich nicht gerne von Essens-Resten, Gewohnheiten oder Bekanntschaften, weil ich immer befürchte, alles irgendwann ganz schrecklich zu bereuen.
Ich mag es nicht, mich von einem Partner zu trennen oder getrennt zu werden, weil
das immer ganz schirch für einen von beiden ist. Nicht mal Müll trennen tu ich
gerne.
Und doch tu ich es jetzt. Freiwillig. Im Allgemeinen (also z.B. vom Schilling) und im Speziellen (von z.B. alten Zeitschriften).
Ich trenne mich nicht gerne von einem Semester, weil ich Angst habe, dass das nächste viel schwerer und nicht schaff bar wird.
Ich mag die Trennung von altem Gewand nicht. Ich könnte es ja noch einmal anziehen wollen. Im Fasching. Oder so. Ich mag es nicht, mich von Freunden zu trennen obwohl ich aber eh genau weiß, dass sie irgendwann schleichend nur noch zu mittelguten Bekannten geworden sind.
Ich trenne mich nicht gerne von Essens-Resten, Gewohnheiten oder Bekanntschaften, weil ich immer befürchte, alles irgendwann ganz schrecklich zu bereuen.
Ich mag es nicht, mich von einem Partner zu trennen oder getrennt zu werden, weil
das immer ganz schirch für einen von beiden ist. Nicht mal Müll trennen tu ich
gerne. Ich trenne mich.
Nach 3,5 Jahren hoch-tief, hell-dunkel, freundlich-angfressen, lustig-beleidigt habe ich es am Montag offiziell gemacht und bin jetzt dabei, meine letzten Tage hier ausklingen zu lassen.
Das war´s also für mich in dieser Firma – die ich oft liebevoll Verein nenne.
Aumann, was werde ich hier alles vermissen!?
Die vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, die alle eines verbindet: ein gutes Herz und ein Hauch Wahnsinn. Die Frühstücks-Sessions bei der Morning-Show und das blöd-reden schon vor 6 in der Früh. Die vielen Beitragsthemen, das Recherchieren, die Interviewpartner am anderen Ende der Leitung, die gratis Konzertkarten, den Postler und so arg es klingt: wahrscheinlich sogar ein bissl das Gfrett mit der Technik.
Und wie bei jeder Trennung mach ich mir auch hier natürlich ins Kleid… Werde ich nach Verlassen meiner Komfortzone in der freien Wildbahn überhaupt überleben? Werden mich andere Kleidträgerinnen fressen? Werde ich wehmütig zurück schauen und mich nach den Dingen sehnen, über die ich heute den Kopf schüttle um nicht durch zu drehen.
Klar ist: Ich mag keine Trennungen – manchmal sind sie aber nötig.
Ich vermisse ja auch (fast) nie die grüne Jacke, die ich letzte Woche endlich weggeschmissen habe oder den Horst, mein erstes Auto. Mir fehlt Exfreund Nr. 1 und 2 nicht und es macht mir nichts, dass ich keine Schlüssel mehr zu meinen alten Wohnungen habe.
Ja, Trennungen sind oft ein befreiender Abschluss und oft kommt danach etwas spannendes, aufregendes Neues.
Wenn der Chef aber wie jetzt gerade sagt: „Du hast wirklich dazu gehört. Wie das alles ohne dich ist, kann ich mir noch gar ned vorstellen. Du wirst uns schon fehlen.“ fällt mir die Trennung von diesem chaotischen, narrischen und liebenswerten Haufen schon mehr als nur ein bissl schwer.
Fast fühlt es sich fast so an, wie Liebeskummer. Und dazu gibt es einen schönen Spruch:
"Der Liebeskummer ist wie ein Diamant: man sollte ihn mit Fassung tragen."
(Marcel Pagnol)


aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaw. is der post liab! Sie sind eine ausgezeichnete Autorin, Frau Spunkt!
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