Mia scheit...
Gestern sind in Wien die Amadeus Awards unter die Künstler gebracht worden.
Album des Jahres und Pop/ Rock: Hubert von Goisern. Song des Jahres: Holstuonarmusigbigbandclub – Vo Mello bis ge Schoppornou. Dann da Gabalier Andi, Krautschädl und die Vamummtn.
Tja, da fällt doch was auf...? Mhm...:-) Alles Gewinner, die im Dialekt trällern...
Als ich vor Jaahren nach Salzburg gezogen bin und mit einem Praktikum beim Radio angefangen hab, bin ich oft ermahnt worden: "Geh Frau Spreitzer, rens ned so bäuerlich!" oder "Merkt man ja sofort, dass du vom Land kommst." - jaja, das hört man ein paar mal und dann bemüht man sich ein bissl schöner zu sprechen.
Ich nehme die Erfolge der Dialekt-Künstler beim Amadeus zum Anlass heute einmal so zu reden wie ich es doch gern a bissl öfter tun würde. - Gut ich werd jetzt nix "Ostigs" ins Radio schreien...aber wenn die Chefsekretärin heute fragt, ob der Postler schon da war, werde ich nicht sagen: "Ich glaub schon." sondern mich eines gepflegt hützan: "Mia scheit, dara ins scho wos dolossn hot" bedienen :-)
Album des Jahres und Pop/ Rock: Hubert von Goisern. Song des Jahres: Holstuonarmusigbigbandclub – Vo Mello bis ge Schoppornou. Dann da Gabalier Andi, Krautschädl und die Vamummtn.
Tja, da fällt doch was auf...? Mhm...:-) Alles Gewinner, die im Dialekt trällern...
Mundart scheint wieder lässig zu sein - die Musikindustrie darf wieder a bissl weniger Gangster-Englisch und a bissl mehr "hoabiaha" sein (zu Deutsch: urig).*jippiee*
Als ich vor Jaahren nach Salzburg gezogen bin und mit einem Praktikum beim Radio angefangen hab, bin ich oft ermahnt worden: "Geh Frau Spreitzer, rens ned so bäuerlich!" oder "Merkt man ja sofort, dass du vom Land kommst." - jaja, das hört man ein paar mal und dann bemüht man sich ein bissl schöner zu sprechen.
Nid go so hütza.
Eigentlich eh blöd. Wo wir wohnen machen andre Urlaub, die Art wie wir reden ist einzigartig und der Stolz auf die sauberen Berge, die klaren Seen und die saftigen Wiesen darf man ruhig in unsrer Sprache hören.
Wenn ich wen kennenlern, der aus der Heimat ist, hab ich immer das Gefühl einen Freifahrtschein gekriegt zu haben.
"Oft red i wia ma da Schnowö gwoxn is" - und oft fühlt sich das wirklich wie daheim an. Man spürt Zugehörigkeit und die Vielfalt der "geheimen Worte" und den Klang der wirklich schönen Sprache "Goisarisch".
Der ländliche Dialekt mag manchmal auf Laien a bissl primitiv wirken - aber was wirkt nicht alles irgendwie auf irgendwen. Ich nehme die Erfolge der Dialekt-Künstler beim Amadeus zum Anlass heute einmal so zu reden wie ich es doch gern a bissl öfter tun würde. - Gut ich werd jetzt nix "Ostigs" ins Radio schreien...aber wenn die Chefsekretärin heute fragt, ob der Postler schon da war, werde ich nicht sagen: "Ich glaub schon." sondern mich eines gepflegt hützan: "Mia scheit, dara ins scho wos dolossn hot" bedienen :-)


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