Schmetterlinge vs. Stinkesocken
Ja ich weiß. Wen man jemanden lieb hat, dann weil er so ist wie er ist. Man hat ihn lieb für das was er tut und macht und ist und nicht für das was er sein könnte nachdem man ihn geändert hat.
Das ist auch gut so. Das fühlt sich schön an und man freut sich dann immer schon beim Aufwachen nachdem man das „wer/wo-bin-ich“ geklärt hat, weil einen einfällt ,dass man ja sooo verliebt ist.
Man ist dann zufrieden und fühlt sich gut und ausgeschlafen und ist bereit in den Tag zu starten.
Dann tapst man in die Küche und wird erwartet.
Nicht von einem leckeren Frühstück, einem Postboten mit einem Lottogewinn, den er bar auszahlen will oder von Dave Grohl, weil er endlich all seinen Mut zusammengenommen hat um ein Privat-Ständchen zu geben. NEIN. Man wird erwartet vom Chaos.
Ja wirklich. Vom blanken Deluxe-Saustall. Verursacht vom Herzbuben.
Zettelchen, Feuerzeug, Tabak, Kleingeld, Großgeld, Papierl, am Boden Socken, die Schuhe (wir stehen immer noch BARFUSS nachm Aufstehen in der Küche) und diversen Kleinkram, der sich halt so ansammelt. Überm Sesseln noch eine Jacke überm frisch gewaschenen, aufgehängten Gewand noch ein mittelgut-riechendes Leiberl und irgendwo (wenn man lange genug sucht) eine Hose.
Einfach hingeflackt!!!Spätestens da vergisst man kurz die Schmetterlinge im Bauch; alles was in einem herumschwirrt sind Killerinsekten, die den Verantwortlichen an den Ohren herziehen wollen!
Es wäre ja übertrieben mich mit dem Wörtchen „ordentlich“ zu schmücken. Ein gesundes Klein-Chaos manchmal muss eh sein. Aber ich mag keinen Saustall. Schon gar nicht wenn er nicht von mirverursacht wurde.
Ich hole den Verantwortlichen also (fast bei den Ohren) her und schau zu wie er alles wegräumt und pass auf, dass er auch ja nichts vergisst. Er murmelt dann etwas von „Passt eh…“ und flucht ein paar sicher ganz schirche Worte in seinen Bart hinein.
Ich ignoriere und bin angefressen. So ein „Gschlompadatsch“. Unmöglich. Lässt einfach immer alles liegen und hat seinen Kopf irgendwo…
Während ich noch vor Wut koche, innerlich hysterisch und zickig und nach außen kühl, den Tränen und der Trennung nahe bin - (natürlich nur weil dieses theatralische Schauspiel dieses Chaotisch-sein noch viel schlimmer erscheinen lässt) – lese ich auf meinem „Gute-schöne-Worte-für-jeden-Tag-samt-schönen-Bildern-Kalender“ einen Spruch.
Mit Zornesfalte auf der Stirn dreh ich den Kalender zu mir.![]() |
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„Einen Menschen zu lieben bedeutet, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat.“ Fjodor Michailowitsch Dostojewski.
Die Zornesfalte wird ein bissl weniger tief ich schaue dem chaotischen „Bösewicht“ nach wie er die Sachen die gerade noch herumgelegen sind verräumt.
Gott hin oder her. Man kann glauben was man will. Aber er hat ihn gut gemeint…denke und lächle ich...



ich lieb dich totzdem....
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